Autoversicherung kann im Alter deutlich teurer werden. Seniorinnen und Senioren stehen bei der Kfz-Versicherung oft vor besonderen Hürden. Gleichzeitig bringen sie aber auch Vorteile mit – zum Beispiel jahrzehntelange Fahrpraxis ohne Unfall. In diesem Blogbeitrag erfährst Du verständlich und ausführlich, welche Schwierigkeiten ältere Menschen bei der Kfz-Versicherung in Deutschland haben, welche Vor- und Nachteile sich für sie ergeben und worauf Du beim Abschluss oder Wechsel der Versicherung achten solltest. Dabei gehen wir auch auf die rechtlichen Rahmenbedingungen ein und geben konkrete Tipps, damit Du optimal versichert bist. 

Altersbedingte Hürden bei der Kfz-Versicherung 

Höhere Beiträge im Alter: Viele Versicherer erheben für ältere Autofahrer Zuschläge auf den Versicherungsbeitrag. Statistiken zeigen, dass sowohl sehr junge als auch ältere Fahrer häufiger in Unfälle verwickelt sind als Personen mittleren Alters. Daher kalkulieren die Versicherungen ein höheres Risiko ein, sobald ein bestimmtes Alter überschritten wird. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) empfiehlt Aufschläge ab etwa 68 Jahren. In der Praxis setzen das viele Versicherer um – teils sogar schon ab 65 Jahren. 

Seniorin ist geschockt von ihrer Versicherungsprämie

Je älter der Versicherungsnehmer, desto höher fällt oft der Zuschlag aus. So zahlt ein 85-jähriger Autofahrer im Durchschnitt knapp 140 % mehr Beitrag als ein 55-Jähriger. Konkret entspricht das z. B. einem Aufpreis von rund 394 € jährlich für einen 85-Jährigen gegenüber einem vergleichbaren 55-jährigen Fahrer.  Auch 75-Jährige müssen laut Auswertungen bereits ca. 74 % mehr zahlen als Mittfünfziger. Diese altersbedingten Beitragssteigerungen können für Rentner eine spürbare finanzielle Belastung sein. Wichtig zu wissen: Die Zuschläge nehmen ab etwa 75 Jahren deutlich zu, während sie um 65 noch moderat sind (im Schnitt ~13 % höher als mit 55). 

Eingeschränkte Tarifauswahl für Senioren

Neben höheren Preisen stoßen Senioren manchmal auf eine geringere Tarifauswahl. Einige Kfz-Versicherer haben nämlich Altersgrenzen für bestimmte günstige Tarife festgelegt. Beispielsweise bieten manche Direktversicherer ab 69 oder 70 Jahren keine Online-Tarife mehr an. In einem Test bekam ein 80-jähriger Fahrer bei 16 Anbietern überhaupt kein Angebot mehr über ein Vergleichsportal. Stattdessen müssen Ältere dann oft über teurere Premium-Tarife oder telefonisch über die Versicherungszentrale abschließen. So hat z. B. die ADAC-Autoversicherung ihren günstigen „Eco“-Tarif für Senioren gesperrt – online ist er für über 69-Jährige nicht verfügbar. Auch andere billige Online-Tarife (etwa von EuropaGo oder Prokundo) lassen sich von sehr alten Fahrern nicht mehr abschließen. 

Das bedeutet: Je höher das Alter, desto weniger Auswahl an Schnäppchen-Tarifen gibt es. Du bekommst als Senior zwar immer noch eine Versicherung – denn die Kfz-Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben – aber vermutlich nicht mehr jeden Spartarif, den ein Jüngerer wählen könnte. Hier ist es umso wichtiger, verschiedene Anbieter zu vergleichen, da die Zuschläge und Verfügbarkeiten sich stark unterscheiden können. 

Bonuseinstufungen und schwindende Rabatte: Ein weiteres Problem kann auftreten, wenn ein Senior bislang keine eigene Versicherung auf seinen Namen hatte. Die meisten Autofahrer haben über die Jahre einen Schadenfreiheitsrabatt (SF-Klasse) aufgebaut – jedes unfallfreie Jahr erhöht den Rabatt. Viele Senioren profitieren hier von jahrzehntelanger unfallfreier Fahrt: Dadurch erreichen sie sehr hohe SF-Klassen, die den Grundbeitrag erheblich senken. 

Allerdings merkst Du vielleicht gar nicht, wie stark Dein Beitrag ohne diesen Rabatt steigen würde. Oft wird der Alterszuschlag nämlich durch den hohen SF-Rabatt kaschiert – der Senior zahlt trotz Zuschlag eventuell ähnlich viel wie früher, solange er unfallfrei bleibt. Problematisch wird es, wenn jemand im Alter erstmals ein eigenes Auto versichert (z. B. wenn zuvor der Partner Versicherungsnehmer war). Ohne Übertragung der SF-Klasse müsste man dann bei Null anfangen, was zu sehr hohen Prämien führt.  

Auch nach einer längeren Pause vom Autofahren (z. B. wenn Du jahrelang kein eigenes Auto hattest) kann es sein, dass Deine ehemals erreichte SF-Klasse verfällt. Dann stuft Dich der Versicherer eventuell schlechter ein, als es Deiner Erfahrung entspricht. Zum Glück erlauben viele Gesellschaften eine Übertragung des Schadenfreiheitsrabatts unter Ehepartnern oder engen Verwandten. Hast Du also mit Deinem Partner gemeinsam ein Auto genutzt, kannst Du Dir dessen SF-Jahre gutschreiben lassen. 

Beachte aber: Eine solche Übertragung ist unumkehrbar – der Abgebende verliert seinen Rabatt.Unterm Strich sind die Bonuseinstufungen für Senioren Fluch und Segen zugleich: Langjährige unfallfreie Fahrer werden stark belohnt, aber wer keinen eigenen Rabatt hat, zahlt im Alter besonders hohe Beiträge. 

Vorteile für ältere Versicherte 

Trotz dieser Hürden haben ältere Menschen auch einige Vorteile in der Kfz-Versicherung: 

  • Lange Fahrpraxis: Viele Senioren fahren seit mehreren Jahrzehnten Auto und haben eine routinierte, defensive Fahrweise. Diese unfallfreie Fahrpraxis spiegelt sich in hohen SF-Klassen und damit Rabatten wider. Tatsächlich zahlen 63- bis 67-jährige Versicherte im Schnitt die niedrigsten Prämien aller Altersgruppen – dank ihres Schadenfreiheitsrabatts. Sogar ĂĽber 82-Jährige zahlen im Durchschnitt nur etwa die Hälfte dessen, was Fahranfänger mit 18 Jahren zahlen. Dein Erfahrungsschatz am Steuer zahlt sich also grundsätzlich aus. 
  • Geringere Jahreskilometer: Im Ruhestand entfällt fĂĽr viele das tägliche Pendeln zur Arbeit. Oft werden weniger Kilometer pro Jahr gefahren als in jĂĽngeren Jahren. Eine geringere Jahresfahrleistung wirkt sich positiv auf den Beitrag aus. Wenn Du Deinen Versicherer informierst, dass Du z. B. nur noch 6.000 km statt 12.000 km jährlich fährst, reduziert das die Prämie. Viele Senioren können so sparen, da ihr aktuelles Fahrprofil gĂĽnstiger ist als frĂĽher. 
  • Beschränkter Fahrerkreis: Ă„ltere Autobesitzer lassen ihr Fahrzeug meist nur von sich selbst oder dem Partner fahren. Junge Gelegenheitsfahrer (z. B. Enkel) sind seltener mit dem Wagen unterwegs. Versicherungen belohnen einen eingeschränkten Fahrerkreis ebenfalls mit Rabatt. Wenn nur Fahrer ĂĽber 25 oder 30 Jahre zugelassen sind, sinkt das Risiko aus Sicht der Versicherer und damit der Beitrag. Als Senior hast Du diesen Vorteil oft automatisch, weil keine unerfahrenen Fahrer den Wagen nutzen. 
  • Spezielle Seniorentarife und Extras: Einige Versicherer bieten Tarife an, die speziell auf ältere Kunden zugeschnitten sind. Diese Seniorentarife können z. B. zusätzliche Serviceleistungen enthalten – etwa erweiterte Assistance-Leistungen (Schutzbrief) oder einen Rabatt nach Fahrtraining. Zwar sind echte Preisnachlässe allein fĂĽrs höhere Alter selten (weil statistisch eben eher ein Zuschlag anfällt), aber es gibt Programme, die Senioren unterstĂĽtzen. So bieten Auto Clubs und manche Versicherer freiwillige Fahrfitness-Checks oder Trainings an. Durch solch ein Training kannst Du nicht nur sicherer fahren, sondern bei manchen Versicherern auch einen kleinen Bonus erhalten. AuĂźerdem sind Telematik-Tarife mittlerweile nicht nur fĂĽr Fahranfänger gedacht. Auch als Senior kannst Du einen Fahrstil-Tracker im Auto oder eine App nutzen, die dein Fahrverhalten bewertet. Fährst Du vorsichtig und regelkonform, winken Rabatte bis ca. 30 % – unabhängig vom biologischen Alter. Das heiĂźt, Du kannst dem Versicherer direkt beweisen, dass Du ein umsichtig fahrender Kunde bist, und wirst individuell belohnt. 

Rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland

Beim Thema Senioren und Kfz-Versicherung lohnt ein Blick auf die rechtlichen Vorgaben:

Versicherungspflicht: In Deutschland muss jedes Fahrzeug haftpflichtversichert sein – unabhängig vom Alter des Halters. Ein Versicherer darf Deinen Antrag allerdings in bestimmten Fällen ablehnen, etwa wenn er generell kein Geschäft in Deiner Altersgruppe anbietet. Grundsätzlich hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) untersucht, ob höhere Prämien für Ältere eine unzulässige Diskriminierung darstellen.

Das Ergebnis: Die Alterszuschläge sind gesetzeskonform, solange sie auf anerkannten statistischen und versicherungsmathematischen Prinzipien beruhen. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) erlaubt Ausnahmen, wenn eine unterschiedliche Behandlung nach Alter durch Daten begründet ist. Versicherer haben also das Recht, Senioren mehr zu berechnen, wenn die Unfallzahlen dies rechtfertigen – und Studien der Versicherungswirtschaft zeigen genau das. Die BaFin fand sogar heraus, dass viele Unternehmen die theoretisch möglichen Alterszuschläge nicht voll ausschöpfen, um Kunden im Wettbewerb nicht zu verprellen.

Fahrtüchtigkeit und Führerschein: Eine andere rechtliche Seite ist die Frage der Fahrtüchtigkeit. Eine generelle Überprüfung der Fahrfitness ab einem bestimmten Alter gibt es in Deutschland (noch) nicht. Das heißt, Dein Führerschein bleibt lebenslang gültig, sofern Du ihn nicht freiwillig abgibst oder er von Behörden entzogen wird. Jeder Fahrer – ob 30 oder 80 Jahre alt – ist aber laut §2 der Fahrerlaubnis-Verordnung selbst dafür verantwortlich, nur fahrtüchtig am Verkehr teilzunehmen. Ärzte können bei schweren Bedenken zwar empfehlen, nicht mehr zu fahren, aber es gibt keine regelmäßigen Pflichtuntersuchungen. Allerdings wird auf EU-Ebene über strengere Regeln diskutiert. Künftig könnten Fahrer über 70 alle fünf Jahre einen Nachweis ihrer Fahrtauglichkeit erbringen müssen (medizinischer Test oder Fahrprüfung).

Diese Pläne sind 2023 vorgestellt worden, aber noch nicht in geltendes Recht umgesetzt. Für Dich heißt das: Aktuell musst Du keine regelmäßigen Tests machen, aber Du solltest ehrlich zu Dir selbst bleiben. Wenn Deine Sehkraft, Reaktionsfähigkeit oder Gesundheit nicht mehr ausreichend sind, kann die Behörde im Einzelfall ein Gutachten verlangen und im schlimmsten Fall den Führerschein entziehen. Auch Versicherer beobachten das Thema aufmerksam. Die Unfallforschung der Versicherer hat sich bereits für obligatorische Fahrtests ab 75 ausgesprochen.

Bis solche Regelungen kommen, liegt es in Deiner Verantwortung, freiwillig Deine Fahrtüchtigkeit zu prüfen – zum Beispiel durch Sehtests, Gesundheits-Check-ups oder ein Fahrtraining. Denk daran: Sollte es zu einem Unfall aufgrund nachweislicher Fahruntüchtigkeit kommen, bekommst Du zwar meist Versicherungsschutz (Haftpflicht zahlt den Schaden des Unfallopfers), aber Du riskierst Führerscheinverlust und im Extremfall strafrechtliche Konsequenzen (z. B. nach §315c StGB). Es liegt also in Deinem eigenen Interesse, nur fit und sicher hinters Steuer zu steigen.

Tipps fĂĽr Abschluss oder Wechsel der Kfz-Versicherung als Senior

Abschließend möchten wir Dir einige konkrete Tipps geben, worauf Du beim Versicherungsabschluss oder -wechsel im Alter achten solltest:

Regelmäßig Tarife vergleichen: Warte nicht, bis Deine Prämie explodiert. Spätestens ab dem 60. Geburtstag lohnt es sich, jährlich einen Kfz-Versicherungsvergleich zu machen. Viele Versicherer erhöhen mit steigendem Alter schrittweise die Beiträge – aber nicht alle tun dies gleich stark. Durch einen Wechsel kannst Du eventuell hunderte Euro sparen. Nutze Vergleichsportale und achte speziell auf Tarife, die auch für Deine Altersgruppe offen sind.

Achte auf Altersklauseln: Informiere Dich, ob der von Dir gewählte Tarif eine Altersobergrenze hat. Manche Angebote klingen günstig, gelten aber nur bis 69 oder 75 Jahre. Wenn Du bereits nah an dieser Grenze bist, könnte es passieren, dass Du in ein paar Jahren dort nicht mehr versichert wirst. Dann müsstest Du erneut wechseln. Wähle nach Möglichkeit einen Anbieter, der auch langfristig Senioren versichert oder spezielle Optionen für ältere Kunden bietet.

Verhandle mit Deinem Versicherer: Hast Du bisher immer pünktlich gezahlt und keine Schäden verursacht? Dann sprich mit Deinem aktuellen Versicherer, bevor Du kündigst. Einige Versicherungen gewähren treuen Kunden Rabatte oder stufen den Alterszuschlag herunter, wenn man mit Kündigung droht – insbesondere, wenn Du ein langjähriger Kunde mit guter Bilanz bist. Fragen kostet nichts.

Policiere Dein Profil richtig: Überprüfe Deinen bestehenden Vertrag auf veraltete Annahmen. Bist Du z. B. noch mit 15.000 km/Jahr eingestuft, fährst aber tatsächlich nur 5.000 km? Melde eine geringere Kilometerleistung, um einen Abschlag zu erhalten. Hast Du früher Deine Kinder als weitere Fahrer eingetragen, die jetzt aber längst einen eigenen Wagen haben? Dann beschränke den Fahrerkreis auf Dich (und ggf. Deinen Partner). All das kann den Beitrag senken, ohne den Versicherungsschutz zu mindern.

Option Vollkasko überdenken: Vollkaskoschutz wird im Alter durch die Zuschläge besonders teuer, weil hier auch selbst verschuldete Schäden abgedeckt sind. Überlege Dir, ob Du ihn wirklich noch brauchst. Bei einem älteren Fahrzeug kann eine Teilkasko ausreichend sein – sie deckt z. B. Diebstahl, Wildunfälle, Glasbruch ab und ist für Senioren oft ohne Alterszuschlag erhältlich. Die Haftpflicht ist ohnehin Pflicht. Es muss nicht unbedingt am Versicherungsschutz gespart werden, aber das Leistungspaket sollte wirtschaftlich sinnvoll sein.

Telematik ausprobieren: Wenn Du Dich mit Smartphones anfreunden kannst, erwäge einen Telematik-Tarif. Dabei wird Dein Fahrverhalten (Bremsen, Beschleunigen, Zeiten usw.) aufgezeichnet. Fährst Du sicher, erhältst Du einen Teil des Beitrags zurück. Gerade wenn Du beweisen möchtest, dass Du trotz hohen Alters umsichtig fährst, kannst Du so punkten. Wie erwähnt sind bis zu 30 % Ersparnis möglich. Viele Versicherer bieten diese Tarife mittlerweile auch älteren Kunden an – teils sogar mit kostenloser Installationshilfe.

Familie einbinden, aber ehrlich bleiben: Sollte Deine Prämie im sehr hohen Alter extrem teuer werden (Beispiel: weit über 1000 € jährlich trotz höchster SF-Klasse), kannst Du als Notlösung erwägen, das Auto auf ein erwachsenes Kind zuzulassen. In der Tat lässt sich so oft viel sparen – Verivox nennt bis zu 34 % weniger Beitrag, wenn statt einem 85-Jährigen der 30 Jahre jüngere Sohn als Versicherungsnehmer eingetragen ist. Überträgt der Senior zusätzlich seine SF-Klasse auf das Kind, sind sogar über 50 % Ersparnis drin. Doch Vorsicht: Dieser Schritt will gut überlegt sein. Die Übertragung der SF-Rabatte ist endgültig. Außerdem muss der Versicherungsvertrag korrekte Angaben enthalten. Die erwachsene Tochter als Halterin einzutragen, während Du faktisch allein mit dem Auto fährst, bewegt sich am Rande zur Verschleierung. Im Schadenfall könnte der Versicherer nachfragen, wer hauptsächlich fährt. Wenn, dann sollte Dein Kind zumindest gelegentlich selber fahren und als Hauptnutzer glaubhaft auftreten. Sonst riskiert man Ärger. Nutze diesen Weg also nur, wenn Ihr euch intern einig seid und die Bedingungen ehrlich einhaltet.

Fahrtauglichkeit offen ansprechen: Zuletzt – wenn auch ungern gehört – ein Tipp zur Sicherheit: Scheue Dich nicht, Deine Fahrfähigkeit kritisch prüfen zu lassen. Viele Verkehrswachten, Fahrschulen oder der ADAC bieten freiwillige Überprüfungsfahrten für Senioren an. Das Ergebnis solcher Fahrtests bleibt vertraulich und kann Dir Aufschluss geben, ob Du noch sicher unterwegs bist. Im besten Fall bestätigst Du damit nur Dein gutes Können. Und sollte etwas Auffälliges herauskommen, kannst Du gezielt daran arbeiten (z. B. Brille anpassen, bestimmte Medikamente meiden). Dieser Punkt betrifft zwar nicht direkt den Versicherungsabschluss, aber indirekt schon: Deine eigene Sicherheit und die Unfallfreiheit sind der beste Garant für günstige Beiträge – und für ein gutes Gefühl beim Fahren.

Fazit

Als Senior oder Seniorin in Deutschland musst Du bei der Kfz-Versicherung einige Besonderheiten beachten. Es gibt leider ein paar Hürden: steigende Beiträge ab einem gewissen Alter, mitunter weniger Tarifauswahl und strenge Einstufungen nach Statistik. Dennoch stehen dem auch Vorteile gegenüber, wie Deine lange unfallfreie Fahrpraxis, hohe Rabattstufen und spezielle Angebote für erfahrene Fahrer.

Wichtig ist, dass Du aktiv dranbleibst: Vergleiche regelmäßig die Versicherer, passe Deinen Tarif an Deine aktuelle Lebenssituation an und nutze die Tipps, um Alterszuschläge abzumildern. Bleib ehrlich zu Dir selbst, was Deine Fahrtüchtigkeit angeht, und zögere nicht, Unterstützung in Anspruch zu nehmen – sei es beim Tarifvergleich oder beim Fahrtraining. So stellst Du sicher, dass Du weiterhin gut und günstig versichert mobil bleiben kannst, ohne Dich übervorteilt zu fühlen. Viel Erfolg und allzeit gute Fahrt!

Quellen

Die in diesem Artikel genannten Fakten und Statistiken basieren auf Untersuchungen der Finanzaufsicht BaFin bafin.de, Empfehlungen des GDV, sowie Analysen von Verbraucherportalen wie Finanztip und Verivox. Die rechtlichen Hinweise zur FahrtĂĽchtigkeit wurden den AusfĂĽhrungen der Fahrerlaubnis-Verordnung und aktuellen Medienberichten entnommen (verti.de, focus.de).